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Von der Kunst Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

“Niemand kann glücklich oder gesund sein, wenn er nicht im Gleichgewicht ist.”
Deepak Chopra, indischer Weiser

Ayurveda, die Wissenschaft von dem langen gesunden Leben, hat ihren Ursprung in der vedischen Kultur des alten Indiens. Es wird davon ausgegangen das Leben sei aus den fünf Elementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde zusammengesetzt.

Die einzelnen Elemente für sich sind unbelebt, eine Kombination jedoch erzeugt drei auf unseren Charakter bezogene Prinzipien. Diese Charaktertypen werden Doshas genannt und beziehen sich auf die in uns festgesetzten Elemente.

  • Vata: das Zusammenspiel von Raum und Luft,
  • Pitta: das Zusammenspiel von Feuer und ein wenig Wasser,
  • Kapha: das Zusammenspiel von Wasser und Erde. Diese ganz persö;nlichen Mischverhältnisse sind ausschlaggebend für unseren Körper und Hauttyp.

Und wie sieht dies nun in der Praxis aus?

Ayurvedische Kosmetikbehandlungen vereinen Farbe, Musik, diverse Massagetechniken, und reine natürliche Wirkstoffe zu einem ganzheitlichen Erlebnis für die Haut und für die Seele. Gezielt auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt führen sie zu einer optimalen Versorgung. Sie dienen der Tiefenentspannung und lösen Blockaden auf körperlicher und seelischer Ebene.

Die drei Doshas

Als Doshas werden im Ayurveda die drei unterschiedlichen Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha bezeichnet. Diese Lebensenergien sind verantwortlich für die individuelle Konstitution des Menschen, regulieren seine geistigen und körperlichen Funktionen.

Jeder Mensch wird mit der ihm eigenen Konstituion geboren, bestimmt durch den Zustand der Doshas der Eltern, den Zeitpunkt der Empfängnis und weiteren Faktoren.

Bei der Geburt befindet man sich im sogenannten Prakruthi-Zustand, die drei Doshas sind in einem ausgeglichenen Verhältnis. Dieses Gleichgewicht kann durch Stress, falsche Ernährung und weitere schlechte Angewohnheiten gestört werden.

Um eine solche Entwicklung zu vermeiden kommt Ayurveda zum Einsatz. Man strebt danach, den Prakruthi-Zustand wieder zu erlangen.

Vata

Das aus dem Sanskrit stammende Vata bedeutet “sich bewegen” und ist der wichtigste Bestandteil der drei Doshas, der “König”. Gerät es in ein Ungleichgewicht, sind es in der Regel auch Pitta und Kapha. Das Vata-Dosha ist verantwortlich für die Bewegungsabläufe im Körper, die physischen und die psychischen.

Das Grundprinzip von Vata ist die Veränderung, als kosmisches Prinzip steht es für Wind. Die zugeordneten Elemente sind Äther und Luft, die Einflüße sind Aktivität und Bewegung. Vata ist kalt.

Vata wirkt unterstützend auf den Körperbau und reguliert den Kreislauf.

Konstitution des Vata-Typs:

  • geringes Gewicht und zarter Körperbau
  • neigt zu trockener, dünner Haut
  • dünne dunkle Haare, gekräuselt oder gelockt
  • langes eckiges Gesicht, schmale Nase (gekrümmt), kleine Augen, dünner Hals und kleiner Mund
  • unregelmäßiger Appetit und unregelmäßige Verdauung, neigt zu Verstopfung
  • ist begeisterungsfähig, kreativ und handelt schnell
  • kann neue Informationen schnell verarbeiten, gutes Kurzzeitgedächtnis
  • leidet an Schlafstörungen, leichter Schlaf
  • sehr schnell erregbar, wechselnde Launen
  • vergisst schnell
  • neigt zu Kummer und Sorgen
  • seine physische und psychische Energie kommt in Schüben

Pitta

Pitta besteht aus den Elementen Feuer und Wasser und bedeutet “erhitzen”. Es steuert unseren Stoffwechsel und erzeugt Wärme. Das Grundprinzip des Pitta-Doshas ist die Umwandlung und es hat einen Bezug zur Sonne. Pitta ist heiß.

Konstitution des Pitta-Typs:

  • helle, glänzende und weiche Haut, neigt zu Sonnenbrand, Leberflecken und Sommersprossen
  • feines, weiches Haar, oftmals in blond- oder rottönen
  • herzförmiges Gesicht, manchmal mit ausgeprägtem Kinn
  • Hals, Nase, Mund und Lippen sind von durchschnittlicher Größe, ebenso die Augen (grün, hellblau, hellgrau)
  • mittelschwerer Körperbau
  • geht Dinge mit mittlerem Tempo an, bei Stress leicht erregbar
  • meidet die die direkte Sonne
  • unternehmungslustiger, die Herausforderungen liebender Charakter
  • wacher Intellekt, redegewandt
  • kann auf keine Mahlzeit verzichten

Kapha

Das Kapha-Dosha, mit dem Grundprinzip Trägheit, besteht aus den Elementen Erde und Wasser. Es bewirkt Stabilität und Beständigkeit und ist im Körper für die das Feste (Knochen, Zähne, Nägel) und das Flüssige verantwortlich. Kapha ist kühl.

Konstitution des Kapha-Typs:

  • dicke, fettige, weiche und weiße Haut
  • glänzendes, gewelltes, volles, dickes und oftmals braunes Haar
  • großes, rundes Gesicht mit massivem Hals und großer, gerundeter Nase
  • große, attraktiv wirkende Augen, braun oder blau
  • großer Mund und volle Lippen
  • mittelschwerer Körperbau; gute körperliche Ausdauer, sehr leistungsfähig, robust
  • ausgeglichene Energie, bewegt sich langsam und elegant
  • ausgeglichene und ruhige Persönlichkeitsstruktur
  • gutes Langzeitgedächtnis
  • schläft tief und lang
  • neigt zu Übergewicht
  • verdaut träge, gemäßigter Appetit
  • ausdauernd und stark
  • beständige und ausgeglichene Persönlichkeitsstruktur
  • schläft lang und tief

Die ayurvedische Ernährung

Die Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil des ayurvedischen Gesundheitsprinzips. Auch hier übernehmen die Doshas eine tragende Rolle, die Ernährungsempfehlungen sind auf den jeweiligen Konstitutionstyp abgestimmt.

Als generelle Empfehlung gilt der Verzehr von Reis, Milch (gekocht), Obst, Süßspeisen, Ghee und Sesam. Vermeiden sollte man jedoch Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Konserven und Tiefkühlkost sowie fettige Speisen. Dies gilt ebenso für Kafee, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke und Kakao.

Die ayurvedische Ernähung setzt sich aus überwiegend vegetarischen Bestandteilen zusammen.

Allgemeine Empfehlungen (für alle drei Doshas):

  • Verzicht auf Zwischenmahlzeiten
  • Essen nur bei Hunger und in guter Stimmung
  • Einnahme der Hauptmahlzeit mittags mit mind. drei Stunden Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten
  • qualitativ hochwertige Lebensmittel verwenden
  • auf die richtige Menge achten (keine Übersättigung), die Mahlzeiten mit Liebe zubereiten
  • Kräutertee und Wasser (auch warmes) trinken
  • in jeder Mahlzeit sollten alle sechs Geschmacksrichtungen vereint sein

Spezielle Empfehlungen für die einzelnen Konstitutions-Typen:

  • Der Vata-Typ sollte leicht verdauliches und gekochtes zu sich nehmen, dies hilft Verdauungsstörungen vorzubeugen. Die Mahlzeiten sollten einen kleinen Fettanteil enthalten und warm sein. Geschmacksrichtungen: salzig, süß und sauer.
  • Der Pitta-Typ kann kalte wie warme Speisen zu sich nehmen, mild gesalzen und gewürzt. Geschmacksrichtungen: herb, bitter, süß.
  • Für den Kapha-Typ empfiehlt sich viel frisches Obst und Gemüse, möglichst ein Fastentag pro Woche, sowie eine salz- und fettarme Zubereitung der Speisen. Geschmacksrichtungen: scharf, bitter, herb.

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