Lassi Grundrezept
Bei Lassi handelt es sich um ein Joghurt-Mixgetränk das entweder süß oder würzig zubereitet werden kann.
Mischen Sie Wasser und Joghurt im Verhältnis zwei zu eins. Je nach Vorliebe können Sie das Lassi mit Zucker, Gewürzen (z. B. Kardamom, Safran, Ingwer oder Vanille), Rosenwasser, Kokosmilch oder Früchten verfeinern.
Wenn Sie die würzige Variante bevorzugen, geben Sie Salz, Koriander oder Cumin hinzu.
Anschließend muß das Lassi gut vermischt/püriert werden.
Gemüse-Pakora
Bei Pakora handelt es sich um eine delikate Gewürzzuebereitung mit ausgleichender Wirkung. Geben Sie im Falle eine Vata-Konstituion etwas Ajwan, bei einer Pitta-Konstituion etwas Kumin und bei Kapha etwas Pfeffer hinzu.
Zutaten:
- Ca. 8 Tassen verschiedenes Gemüse (Blumenkohl, Karotten, Auberginen, Brokkoli, Zwiebelringe oder Kartoffeln)
- 250 g Kichererbsenmehl
- 650 ml Wasser
- Korianderpulver
- Kurkumapulver
- Cayennepfeffer
- Salz
- Kokosfett
Schneiden Sie das Gemüse in mundgerechte Stücke und blanchieren Sie es.
Vermischen Sie das Kichererbsenmehl mit dem Wasser und den Gewürzen bis ein zähflüssiger Teig entseht. Anschließend die Gemüsestücke im Teig wenden und im Kokosfett frittieren.
Kichererbsenmehl ist ein eiweißreiches, wohlschmeckendes Bindemittel und findet in der indischen Küche einen vielseitigen Einsatz.
Ingwerwasser
Ingwerwasser kann während des Tages getrunken werden, es unterstützt die Entgiftung und Entschlackung des Körpers, hilft gegen Erkältungskrankheiten und kann sich positiv bei Föhnbeschwerden/Wetterfühligkeit auswirken.
Zutaten:
- 1 Liter Wasser
- 4 Scheiben (ca. 5 mm dick) frischer, geschälter Ingwer
Geben Sie das Wasser und den Ingwer in einen Topf und lassen Sie es ohne Deckel auf die Hälfte einkochen und anschließend abkühlen.
Alternativ können Sie den Ingwer auch fein reiben, mit einem halben Liter kochendem Wasser aufbrühen, ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen und anschliessend durch ein Tuch abseihen.
Mango-Chutney mit Chili und Ingwer
Zutaten:
- 1 Mango, groß
- 1 oder 2 getrocknete, fein geriebene Chilis
- 1 TL frischer, fein geriebener Ingwer
- 2 EL Minze, frisch oder getrocknet
Die Mango schälen, vom Stein trennen und das Fruchtfleisch klein schneiden. Anschließend mit den restlichen Zutaten im Mixer pürieren. Je nach gewünschter Süße mit Honig abrunden.
Gedünsteter Blattspinat mit frischem Koriander
Zutaten:
- 500 g Blattspinat, frisch
- 2 Zwiebeln
- frischer Koriander
- 1 Ingwerwurzel, mittlere Größe
- 1 Knoblauchzehe
- Ghee zum Anbraten
- Chilipulver, Kümmel, Kurkuma nach Vorliebe
- etwas Sahne
- Salz und Pfeffer
Den Knoblauch und die Zwiebeln klein hacken, den Ingwer fein reiben und das Ganze in einer erhitzten Pfanne anbraten. Anschließend Chilipulver, Kurkuma, Kümmel sowie den gehackten Koriander dazugeben und den Spinat unterrühren bis er zusammenfällt. Die Sahne unterziehen und mit Salz und Pfeffer abrunden.
Ayurvedisches Ghee - geklärte Butter
Ayurvedisches Ghee enthält weder Eiweiß noch Abfallprodukte und besitzt vor allen anderen Lebensmitteln den höchsten Anteil an Ojas (zarte Energie).
Ghee ist ein Katalysator, der dazu dient die Nahrung aufzuschließen, ihren Energiegehalt zu übermitteln und den Körper bei der Reinigung und Entschlackung zu unterstützen.
Zutaten:
- 1-5 kg Butter (am besten biologisch, süß, Sauerrahm)
- 2 Große Töpfe
- 1 Mulltuch (mit dem das Sieb mehrmals ausgelegt wird)
- 1 Schöpfkelle
- einige Schraubgläser
Die Butter in einem großen Topf bei großer Hitze auslassen. Sobald das Eiweiß beginnt sich am oberen Rand des Topfes zu sammeln, schöpfen Sie es vorsichtig mit der Kelle ab.
Anschließend reduzieren Sie die Temperatur auf ca. die Hälfte bis ein drittel und lassen die Butter köcheln. Die Kochzeit beträgt, je nach Menge der Butter, zwischen 20 Minuten und 1 Stunde (bei ca. 5 kg). So kann das darin enthaltene Wasser verdampfen. Schöpfen Sie weiter aufsteigendes Eiweiß ab.
Das Ihr Ghee fertig ist, erkennen Sie daran, dass keine “Schwaden” mehr aufsteigen, da nun alle wässrigen Bestandteile verdampft sind.Weiter verhält sich die Blasenbildung an der Oberfläche anders. Die Blasen entstehen langsamer und seltener und werden größer.
Nun nimmt die Butter einen goldgelben Farbton an, wird ganz klar, ihr Geruch ist angenehm nussig bis leicht karamellartig.
Sie müssen jetzt schnell handeln.
Gießen Sie die Butter sofort durch das ausgelegte Sieb (Mulltuch) in einen zweiten kalten Topf. Nach einer kurzen Zeit des Abkühlens füllen Sie das Ghee in zuvor gut gereinigte Schraubgläser. Im kalten Zustand ist das Ghee fest, ab ca. 20 °C wird es wieder flüssig.
Sollte sich ein beißender, stechender Geruch einstellen, oder verfärbt sich die Butter ins ocker- bis dunkelbraune, dann ist es leider zu spät. Die Butter ist verbrannt und darf nicht mehr verwendet werden. In dieser Form besitzt sie keine Heilwirkung mehr, wirkt eher toxisch und belastet Galle und Leber.
Sie müssen Ihr selbst hergestelltes Ghee nicht im Kühlschrank aufbewahren, allerdings sollte das Glas immer gut verschlossen sein.
Je länger das Ghee reift, es können mehrere Jahrzehnte sein, um so besser ist seine therapeutische Heilwirkung.
Musoor Dal - Rote Linsen für 4 Personen
Zutaten:
200 g gewaschene Rote Linsen
0,5 Liter Wasser (je nach gewünschter Konsistenz der Linsen noch Wasser nachgießen)
0,5 TL Curcuma
1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel
0,5 bis 1 TL Steinsalz
2 bis 3 Grüne Chilischoten
3 fein gewürfelte Knoblauchzehen
1 bis 2 fein gewürfelte Zwiebeln
10 Curryblätter
2 EL Ghee
0,5 bis 1 TL Schwarze Senfsamen
0,25 TL Asafötida
1 EL grüner Koriander
1 gewürfelte Tomate
Etwas Zitronensaft
Bringen Sie die Linsen mit der angegebenen Menge Wasser in einem großen Topf zum kochen. Dann mischen Sie die grünen (entkernten) Chilischoten und die Curryblätter unter die Linsen. Ca. alle 5 Minuten rührern, damit die Linsen nicht am Topfboden festkleben.
Jetzt reduzieren Sie die Temperatur und lassen das ganze für ca. 30 Minuten im halb zugedeckten Topf köcheln. Nach ca. der Hälfte der Kochzeit Curcuma und Kreuzkümmel unterrühren. Sind die Linsen weich, nehmen Sie den Topf vom Herd.
Erhitzen Sie das Ghee in einer Pfanne, geben Senfsamen und Asafötida, Knoblauch und Zwiebeln hinzu und braten Sie das ganze an (achten Sie darauf, dass die Gewürze nicht anbrennen). Anschließend mit den Linsen mischen und mit dem Steinsalz und den restlichen Zutaten abschmecken.
Bengalisches Gemüse-Curry für 4 Personen
Zutaten:
- 5 mittelgroß geschälte und gewürftelte Kartoffeln
- 1 groß gewürfelte Aubergine
- 350 g gewürfelten Kürbis
- 450 g Erbsen oder klein geschnittene grüne Bohnen
- 2 bis 3 EL Ghee
- 1,5 TL schwarze Senfsamen
- 5 bis 10 Curryblätter oder 3 Lorbeerblätter
- 2 kleine getrocknete Chilischoten
- 1 TL Samen vom Bockshornklee
- 1 TL Ajwainsamen oder Anissamen
- 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
- Je nach Vorliebe Steinsalz
Erhitzen Sie das Ghee in einem großen Topf und geben Sie dann die Senfkörner, Chilis, Curryblätter und Bockshornkleesamen dazu. Den Topf zudecken, damit die Senfkörner nicht herausspringen.
Hören die Senfkörner auf zu springen und werden die Samen des Bockshornklee dunkel, dann den gemahlenen Kreuzkümmel und die Ajwainsamen hinzugeben. Im Anschluß daran die gewürftelten Kartoffeln untermischen und bei mittlerer Hitze für ca. 8 Minuten wenden bis sie rundum angebräunt sind. Jetzt geben Sie die Auberginen- und Kürbisstückchen hinzu und rühren das ganze für weitere 5 Minuten.
Danach die grünen Bohnen und die Erbsen zusammen mit dem Wasser hinzugeben, den Topf abdecken, köcheln lassen und so ca. alle 5 Minuten rühren. Nach ca. 15 Minuten geben Sie Zucker und Salz hinzu und bei niedriger bis mittlerer Hitze dünsten lassen bis die Soße dick und das Gemüse weich ist.
Süß-scharfes ayurvedisches Frühstück für 4 Personen
Zutaten:
- 200 g Grieß (z. B. Weizen, Dinkel, Mais etc.)
- 1 EL Ingwerwurzel, fein gehackt
- 1 bis 2 EL Ghee
- Ca. 1 Liter Wasser
- Eine halbe bis ganze Chili–Schote entkernt und sehr fein geschnitten
- 1 TL Curcuma
- 15 Kapseln Kardamomsamen, zermörst
- Einige Safranfäden, eingeweicht (Wasser)
- Eine Prise Salz
- Je nach Vorliebe: Palmsirup, Palmzucker
- Je nach Vorliebe: Getrocknete Früchte, Feigen, Rosinen etc.
Braten Sie den Ingwer kurz an, erhitzen Sie das Ghee im Wog oder in der Pfanne, anschließend fügen Sie die Chili-Schote hinzu und lassen das ganze unter rühren kurz weiterbraten.
Dann füllen Sie mit dem heißen Wasser auf, geben den Gries hinzu und lassen ihn quellen bis er weich ist (kann je nach Grießsorte bis 3 und 10 Minuten dauern). Nach ca. der Hälfte der Garzeit geben Sie Safran und Kurkuma hinzu, oder, je nach Vorliebe Nüsse, Rosinen und Datteln. Ist der Grieß gar, mit einer Prise Salz abschmecken.
Jetzt mörsern Sie den Kardamomsamen, geben ihn auf den Grieß und lassen das ganze kurz bei geschlossenem Deckel ziehen.
Variationen:
Verfeinern Sie dieses schmackhafte Frühstück mit Milch oder Getreide wie z. B. Quinoa, Amarant, Buchweizen. Das Getreide hierfür zunächst 15 bis 20 Minuten separat garen, der Buchweizen kann bereits nach einer 4-stündigen Einweichzeit auch roh verwendet werden.
Paneer - indischer Frischkäse
Frischkäse wird im Hindi Paneer genannt und kann entweder pur gegessen oder als Zutat für die verschiedensten Rezepte genutzt werden.
Er wirkt kräftigend auf den gesamten Organismus und zählt zu den gesündesten Käseprodukten.
Zutaten:
- 1 EL Zitronensaft
- 0,5 Liter Milch
- Sehr großer Topf
- Mulltuch
Bringen Sie die Milch in einem großen Topf zum Kochen (vorsicht: da die Milch steigt einen wirklich großen Topf verwenden) und warten bis sie “ansteigt”. Dann den Zitronensaft zugeben und den Topf vom Herd nehmen. Nun müßte sich schwammartige Paneer von der klaren, gelbgrünen Molke trennen. Sparsam umrühren.
Kleiden Sie ein Sieb mit zwei lagen Mulltuch aus und geben Sie es auf eine Schüssel, die die Molke auffängt.
Nun schütten Sie die Molke-Panee-Mischung durch das Sieb bis sich der Panneer von der Molke getrennt hat. Um den Paneer zu festigen müssen Sie ihn mit klarem kaltem Wasser abspülen.
Durch festes zusammendrehen des Tuches wringen Sie den Paneer aus. Sollte er in fester Konsistenz benötig werden (für Würfel oder Scheiben), dann müssen Sie ihn mit einem Gewicht beschwert noch für einige Zeit im Mulltuch ruhen lassen.
Jetzt kann der Paneer als Frischkäse-Zubereitung (z. B. mit Kräutern im Salat) er verwendet werden.
